Wo ist nur meine Motivation hin?

Autorin: Jenny

Noch befinden wir uns in der kalten und dunklen Jahreszeit und damit in der Zeit, in der die Motivation zur Bewegung nachlässt und wir die Couch dem Gang vor die Tür vorziehen.

Doch gerade jetzt ist es um so wichtiger sich zu bewegen, um bei den kalten Temperaturen die Muskeln und Gelenke geschmeidig zu halten und auch, um dem „Winterblues“ entgegen zu wirken. 

Denn wenn wir mal ganz ehrlich sind, die Dunkelheit dieser Jahreszeit und die Kälte, welche zumeist noch mit Nässe gepaart ist, schlägt uns allen irgendwann einmal auf das Gemüt. 

Glückshormone gegen schlechte Laune

Was hilft da besser als ein paar Glückshormone durch eine gelungene Trainingseinheit? 

Wusstest Du, dass bereits nach 20 Minuten lockerem Laufen und bereits nach wenigen Minuten intensivem Training der Dopaminspiegel messbar steigt? Du bist viel wacher und fokussierter!

Kleiner Exkurs: Dopamin dient im Gehirn der Kommunikation der Nervenzellen untereinander, ist also ein Nervenbotenstoff. In bestimmten „Schaltkreisen“ vermittelt er dabei positive Gefühlserlebnisse („Belohnungseffekt“), weswegen er als Glückshormon gilt. (Quelle: netdoktor.de)

Aber das ist nicht alles! Nach einer erfolgreichen Trainingseinheit sinkt der Dopaminspiegel zwar wieder, aber dafür steigt der Serotoninspiegel und dafür sorgt, dass Du glücklich und zufrieden bist. Serotonin gilt ebenso wie Dopamin als Glücks- bzw. Wohlfühlhormon.

Das ist doch schon mal ein guter Anreiz für ein Training, oder? 

Der innere Schweinehund

Selbst gehäkelter Schweinehund im Gras

Dein innerer Schweinehund ist stark und die Couch ruft ziemlich laut. Wie schaffst Du es also, dem zu widerstehen?

Alte Gewohnheiten abzulegen ist schwer – neue zu etablieren etwas einfacher. Um eine neue Gewohnheit zu etablieren, braucht es im Schnitt 21 Tage. 21 Tage Wiederholung, damit etwas zur Gewohnheit wird.

Das klingt erst einmal nach einem langen Zeitraum, aber mit den nachfolgenden Tipps schaffst auch Du es!




7 Tipps, um etwas zur Gewohnheit zu machen

1. Kleine Ziele setzen

So kannst Du dir zum Beispiel das kleine Ziel „Ich laufe heute Treppe anstatt mit dem Aufzug zu fahren“ setzen. Und sogar das kannst Du noch unterteilen. Du kannst damit anfangen, auf dem Weg nach unten die Treppe zu nehmen. Später, wenn das gut klappt, kannst Du auch die Treppe nach oben nehmen. Je nachdem, wie viele Treppen Du vor Dir hast, kannst Du auch das nochmal aufteilen, um die Motivation nicht zu verlieren. Anfangs läufst Du eine Etage die Treppe, dann zwei und drei. Das steigerst Du, bis Du alle Etagen nehmen kannst. Und glaube mir! Das Glücksgefühl, das Du spürst, wenn Du das erste Mal alle Etagen die Treppe hochgelaufen bist, ist unbeschreiblich!

Kleine Ziele sind schneller erreichbar und das Belohnungszentrum wird schnell angesprochen. Außerdem hast Du so schnell erreichte Ziele, auf die Du stolz zurückblicken kannst, wenn Du mal den Fokus verlieren solltest.

2. Definiere einen Zeitrahmen für Deine (kleinen Ziele)

Setze Dir einen klaren Zeitrahmen, in dem Du Dein Ziel erreichen willst. Du kannst Dir Dein Ziel auch in den Kalender eintragen. Aber achte darauf, dass der Zeitrahmen realistisch ist. 40 kg in drei Wochen abnehmen wollen wäre zum Beispiel kein realistisches Ziel. 😉

Unterstützend kannst Du Dir eine Zeitreihe aus Post It’s an die Wand hängen mit den noch verbleibenden Tagen. Das ist eine gute Methode, wenn Du mehr Alltagsaktivität in Form von Steps in Dein Leben integrieren möchtest.

3. Visualisiere Deine Ziele

Eine gute Methode, sich die eigenen Ziele bildlich vor Augen zu führen, ist die Post It Zeitreihe, wie bereits zuvor erwähnt. Eine andere Möglichkeit ist, Fotos aufzuhängen. Wenn Du z. B. an Deiner Körperform arbeiten möchtest, hänge ein Foto von Deiner aktuellen Form an den Start Deiner Zeitreihe. Vielleicht hast Du auch noch ein Foto von Deiner Wunschform, zu der zurück möchtest? Dann hänge dieses Bild an das Ende der Zeitreihe. Die Körperform zu verändern bzw. abzunehmen ist eine langwierige Sache. Daher ist es wichtig, Zwischenschritte zu visualisieren, das sogenannte Monitoring. Einmal in der Woche kannst Du hierzu zur gleichen Zeit und am gleichen Ort unter den gleichen Bedingungen (Kleidung) ein Foto von Dir machen oder auch Dein Gewicht kontrollieren. Du kannst Beides in Deinen Zeitstrahl einfügen. Irgendwann wird man blind für die Veränderungen und so hast Du es dann direkt vor Augen, was Du schon alles geschafft hast. Und habe keine Angst vor Rückschritten! Die gehören dazu. Schau in so einem Fall einfach nach dem, was Du schon erreicht hast und mache weiter! Jeder Tag ist ein neuer Tag und eine neue Chance.

4. Belohne Dich selbst

Um mitten auf dem Weg nicht auf der Strecke zu bleiben und die Motivation zu verlieren, belohne Dich für kleine Meilensteine selbst! Wenn Du z. B. weniger rauchen möchtest oder sogar ganz aufhören möchtest, wäre eine mögliche Belohnung das Geld, was Du für nicht gerauchte Zigaretten sparst, in eine Spardose zu stecken. Von diesem Geld kannst Du Dir dann nach einer gewissen Zeit (auch hier kannst Du Dir einen Zeitrahmen setzen) etwas Schönes gönnen. Und damit wäre dann keine Zigarette gemeint. 😉
Eine andere Belohnung wäre nach einer anstrengenden Trainingseinheit eine schöne heiße Badewanne mit einem guten Buch oder guter Musik, Me-Time sozusagen.

Mit den Belohnungen schaffst Du es vielleicht sogar, Dir selbst Anreize zu schaffen, ein zusätzliches Workout einzubauen oder eine Trainingseinheit mehr zu machen oder vielleicht fünf Minuten länger zu joggen. Das Glücksgefühl danach und die Belohnung wirken Wunder! Du wirst sehen!

5. Mache Pausen

Pausen sind wichtig zur Regeneration, für den Körper und den Geist!

Wenn Du es geschafft hast, an fünf Tagen in der Woche die Treppe zu nehmen oder dreimal in der Woche ein Workout im Alltag einzubauen, darfst Du auch mal wieder den Aufzug nehmen, sofern Du es denn noch möchtest. 😉 Bei Workouts ist es ohnehin wichtig, zwischendurch freie Tage einzubauen, damit Deine Muskeln Zeit haben, sich aufzubauen. Du weißt ja vielleicht schon, dass der Muskelaufbau nicht während des Trainings erfolgt, sondern tatsächlich in den Ruhephasen, wenn er Zeit hat, sich zu reparieren und zu stärken. Aber Vorsicht, die Pause sollte natürlich nicht die Oberhand gewinnen und zur Dauerpause werden. 🙈

Ein gutes Verhältnis für neue Gewohnheiten sind 80 % Konsequenz und 20 % Entspannung.

6. Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir zusammen

Teamwork makes the dream work! Es ist kein Geheimnis, dass es leichter ist, dass es zu Zweit oder Dritt oder Viert oder noch mehr einfacher ist, etwas zu schaffen. Wenn Du das Gefühl hast, Du schaffst es nicht allein, suche Dir Jemanden, der das gleiche Ziel hat wie Du. So könnt Ihr gemeinsam an Euren Zielen arbeiten und diese dann natürlich auch feiern! Und in schweren Zeiten könnt Ihr Euch gegenseitig motivieren und Euch bereits erreichte Erfolge vor Augen halten. Jeder verliert mal den Blick für das Wesentliche und braucht einen objektiven Blick von außen für einen kleinen Schubs in die richtige Richtung! Das ist ganz normal, vor allem dann, wenn der Weg etwas länger ist.

7. Du tust es nur für DICH

Und das Wichtigste ist, nicht zu vergessen, Du tust es nur für Dich und zwar nur ganz allein für Dich! So keep smiling, auch wenn es mal schwer ist und Du vielleicht einen Schritt zurückgefallen bist. Dafür machst Du morgen zwei Schritte nach vorn! Wichtig ist nur, nicht zu vergessen, warum Du überhaupt angefangen hast. Erfreue Dich an dem Prozess, Dich zu verändern. Es mag jetzt sehr schmalspurig klingen, aber der Weg ist das Ziel!

Du schaffst das!

Versuche, diese Tipps umzusetzen und Du wirst Deine Ziele bestimmt erreichen!


Lasse uns gerne an Deiner Veränderungen, Deinen Erfolgen teilhaben! Kommentiere dazu gerne direkt hier unter dem Beitrag oder verlinke uns auf Instagram oder Facebook! Wir feiern Deinen Erfolg dann zusammen und belohnen Dich so mit einer extra Portion Motivation.

Reiterfitness Tipp!

Wie wäre es, mit Deinem Pferd ein paar Runden an der Hand Schritt zu gehen anstatt gleich zu reiten. So wärmt Ihr Euch Beide auf, was ja ohnehin wichtig ist, um Verletzungen vorzubeugen. Somit hast Du ein Miniworkout direkt in Deinen Alltag eingebaut!

Und für die Profis unter Euch: Bist Du schon mal mit Deinem Pferd an der Hand gejoggt? Das ist eine super Abwechslung oder Steigerung für Anfänger, die Pferd und Reiter jede Menge Spaß bringt!

Das Team Pferdelinse wünscht Dir viel Erfolg und vor allem Spaß dabei, Dich zu verändern! 🤗

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Fabienne ist 36 Jahre jung und kommt aus dem schönen Freiburg.

Sie reitet seit mehr als 20 Jahren und hat seit 14 Jahren eigene Pferde.

Hufpflege hat Fabienne wegen ihrer mittlerweile verstorbenen Stute Ganda erlernt. Sie hatte in jungen Jahren eine Hufrehe und demzufolge als Fabienne sie übernahm (sie war 17 Jahre) schlechte Hufe.

Gelernt hat sie den Beruf bei Huftechnikern, Huforthopäden und bei einem Osteopathen (der früher Hufpfleger war). „Hufbearbeitung ist Osteopathie von unten“ – so sein Spruch. Und es ist viel Wahres dran. Wer erlebt hat, wie man mit 3mm kürzen den Rückenschmerz ausschalten kann, der vergisst das nicht so schnell.

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